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Meine Vorfahren

Leider habe ich nicht alle gekannt. Als Kind erlebte ich den zweiten Mann meiner Großmutter, Max Mathauer, als meinen Großvater, einen sehr liebenswerten Mann, mit rauer Schale und weichem Kern. Durch die schwere, körperliche Arbeit in den Kühlräumen von Metzgereien leidete er an einer chronischen Lungenentzündung und verstarb 1965.

Mein leiblicher Großvater, der Finster Georg sen. verstarb mit 44 Jahren 1943. Über meinen Urgroßvater 'Ola' kenne ich nur verschiedenen Geschichten, und dass er ein gutmütiger Mensch war, der aber auch zornig werden konnte, wenn man es allzu weit trieb - einmal soll er das Bierfaßl aus dem Fenster geworfen haben;-). Er hat als junger Mann beim Kraus Maffei gearbeitet und bekam vom König Ludwig II eine Goldmünze geschenkt, als dieser den Betrieb besichtigte. Auf dem Foto ist er mit dem prächtig geschmückten Pferdegespann zu sehen. Zur Wiesn wurde das Bier von der Brauerei auf diese Weise angeliefert, was für Nachbarn und Passanten natürlich ein Höhepunkt war.

Über meine Urgroßmutter Margarete Riedl weiß ich leider gar nichts. Sie verstarb 1926 als mein Vater gerade mal 4 Jahre alt war. Als einzige Erinnerung habe ich ihren Porzellan-Bierkrug mit ihrem Konterfei.

Meine beiden Großväter und mein Vater waren gelernte Metzger. Der Wurstkessel steht noch heute im ehemaligen Waschhaus bei uns im Keller, wo auch geschlachtet wurde. Das Bild zeigt meinen Vater re. als Gesell, der Herr li. ist vermutlich ein Arbeitsspezl.

Meine Großmutter war Wirtin und Köchin aus Leidenschaft und nebenbei eine umsichtige und vorausschauende Geschäftsfrau. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Ehemännern machte sie das 'Raintal' zu einem bekannten und beliebten Wirtshaus. Als zwischenzeitlich mal der Haussegen schief hing, war Max Mathauer Wirt im Wirtshaus "Stadt Kempten" am Viktualienmarkt. Meine Großmutter ließ sich überreden, für ihn dort nebenher zu kochen. Und so kam auch langsam wieder die Liebe zurück, hin zum gemeinsamen Wirtshaus in Giesing, dem 'Raintal'. Auch ohne Kittelschürze war sie eine beeindruckende Person:-)

Meine Mutter, heute 95 Jahre, hat beim Kustermann gelernt, ist Einzelhandelskauffrau und kümmerte sich um die Buchhaltung. Meine Eltern hatten bis Anfang der 70er Jahre einen Stehausschank mit Ladengeschäft in der Tegernseer Landstraße 39. Der Haselnusslikör aus Eigenproduktion war vor allem bei den Damen sehr beliebt!




Hochzeitsfotos

Meine Urgroßeltern um 1800:

Margarete Kratzer, geb. Riedl

Johann Baptist Kratzer

Meine Großeltern um 1922:

Margarete Finster, geb. Kratzer

Georg Finster sen.

Meine Eltern um 1954:

Walburga Finster, geb. Hirschberger

Georg Finster jun.





Ahnengalerie (v. links nach rechts): Urgroßvater Johann Baptist Kratzer, genannt 'Ola',

Urgroßmutter Margarete Kratzer, geb. Riedl,

Großmutter Margarete Kratzer, in erster Ehe verheiratet mit Georg Finster sen., in zweiter Ehe verheiratet mit Max Mathauer,

Vater Georg Finster jun., genannt 'Schorsch' oder 'Girgl'

Mutter Wallburga Finster, genannt 'Wally'


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© Margot Finster-Ibrahim 2021

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