Die Zeit vergeht...

Im Laufe der Zeit hat sich Giesing sehr verändert! Da ich hier geboren bin, ist es mir ein Anliegen, ein paar Geschichten aus der Vergangenheit zu sammeln und zu erzählen. Wenn Ihr oder Eure Familien Euch noch an verschiedene Dinge erinnert, die mit dem “Raintal” und/oder dem Obergiesing der Umgebung zu tun haben, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

So wie sich der Stadtteil Giesing gewandelt hat, so hat sich auch unser Haus verändert. Kriege und der Zahn der Zeit haben ihre Spuren hinterlassen. 

Wie es ursprünglich war - bezugsfertig 1900, seitdem im Besitz unserer Familie.

Nach dem 2 WK blieb leider nicht mehr viel übrig von der prächtigen Fassade. Mein Vater, Großvater und Nachbarn haben aus den erhaltenen Mauern und den Ziegelresten das Haus, wie es heute ist, wieder aufgebaut.

Und so sah es Ende der 50er Jahre aus.:

Ende der 60er Jahre verpachtete meine Großmutter die Gaststätte an die Paulaner Brauerei, von der sie bis dahin bereits das Bier bezog. Paulaner stellte künftig die Wirtsleute und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Nach dem Tod meiner Großmutter 1977 ging der Besitz an meine Eltern über.

 

Es gab den Sparverein “Raintaler Gmoa”, der sich wöchentlich am Stammtisch zum Schafkopf traf. Weihnachtsfeiern, Geburtstage und Feste wurden abgehalten. 

 

In den 70er Jahren war es das Stammlokal der Bayernfans. Beim Heimderby der 60er gegen den FCB gings heiß her im sonst eher beschaulichen Giesing!

Mehr zum Bild aus der AZ

Doch irgendwann zogen die Gäste weg oder verstarben. Die oft wechselnden Wirte gestalteten das Lokal nach ihren jeweils sehr eigenen Vorstellungen - manche blieben länger, manche nur ein Jahr.

 

Die Wirtshauskultur mit Tradition, wie die Gäste sie schätzten und kannten, gab es nicht mehr.

 

Aus dem “Raintal” wurde ein “Blue Banana”, ein “Sammarco” und zuletzt ein “Corte Del Angelo”. 

2013 feierten wir den 100jährigen Bierbezug mit der Paulaner Brauerei, jedoch wirklich passende Wirtsleute waren rar! Wie geht es also weiter?

Die Voraussetzungen änderten sich mit den Jahren. Ein “Weiter So” war irgendwann nicht mehr möglich. Und so entschied ich mich für einen kompletten Neuanfang!

Das Erdgeschoss wurde 2018 komplett renoviert. Es entstanden eine Wohnung und ein Büro. 
Eine nette Dame für die Wohnung und das junge Team von www.forstory.de für das Büro sind genau die Mitbewohner, die wir uns immer gewünscht haben und die das nicht immer perfekte, jedoch charmante Ambiente eines über 100 jährigen Hauses zu schätzen wissen!

 

Wir freuen uns alle sehr über die Erweiterung unserer Hausgemeinschaft! 

Wir, das sind meine Tochter mit Familie, meine 95jährige Mutter, mein Sohn und ich.

Und so sieht unser Haus heute aus:

© Margot Finster-Ibrahim 2021

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